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Erzbergbau in Velbert 5






21.) Ein Stollenmundloch der Grube THALBURG

Man kann weit in den Berg hineingucken.

 

4.5.2019 Heiligenhaus, Essen-Kettwig, Ratingen

Das Stollenmundloch in Heiligenhaus kannte nicht einmal Herr Luetsch. Denn wo ich da unten an der Talburgstr. mal nach Relikten der Grube THALBURG suchte, meinte er nur, dass die Baue des Bergwerks viel weiter bergauf d.h. suedlicher waren. Und er zeichnete mir eine Karte mit Positionen der Schaechte. Aber ziemlich eindeutig scheint mir das vergitterte Loch doch von einem Bergwerksstollen zu sein. Und da ich nicht sehe, dass da Wasser drin ist, war das vielleicht sogar ein Foerderstollen der alten Bleimine THALBURG? Entwaesserungsanlagen gibt es hier aber auch reichlich und unter den Gullideckeln rauscht es laut. Von hier ist es nicht weit bis Kettwig und so gucke ich dann noch (erfolglos) nach Bauen der eh. (Steinkohle-)Zeche Schmachtenberg. Die steil den Berg hochfuehrende Strasse Im Hinninghofen, wo ich den "Schurf 8-10 m" (laut einer Karte von 1834 aus dem Landesarchiv NRW) vermute, ist dicht bebaut mit Privathaeusern.

 

So weit ist der Weg ueber Hoesel (mit wieder heilem Rad) gar nicht.
Das sieht gar nicht anders aus als so ein Stollen im Muttental.
Durch das Fledermausschutzgitter kann man hineingucken.
Das breite Kameraobjektiv passt nicht zwischen die Gitterstaebe.
Nur diese einzige Aufnahme bekomme ich einigermassen hin.
Aber die Kompaktkamera hat ja ein viel kleineres Objektiv.
Und z.B. hier sieht man doch etwas vom Stollen.
Aber schwierig genug ist das, weil ich auch die Lampe halten muss.
Unter den Gullideckeln rauscht es laut.
Maechtige Entwaesserungsanlagen sind hier an Kettwiger/Talburgstr..
Trotz anderer Schreibweise als Grube THALBURG ist auch "Talburg" eine Bergbauspur.
Im nahen Kettwig gab es u.a. die Zeche Schmachtenberg.
Irgendwo an der steilen Strasse Im Hinninghofen vermute ich "Schurf 8-10m".
Diesmal befaehrt ein Schiff die Ruhr Richtung Muelheim.
Von der Landsberger Str. sehe ich schon Schloss Landsberg in Ratingen.

20.) Gruben EDUARD III + VER. GLUECKAUF

Fast 200 Jahre alt ist dieses vergessene Bergbaurelikt.

 

8.3.2019 Velbert, im Hespertal

Nur 2mal loest die Kamera in den beleuchteten Schacht 3 der Grube Ver. Glueckauf aus. Die anderen Male findet der Autofokus offenbar keinen Fixpunkt, um scharf zu stellen.? Die Kompaktkamera mit dem viel kleineren Objektiv kann ich viel leichter durch eins der kleinen Loecher des Metalldeckels halten. Immerhin ist aber eins von den beiden Fotos der Spiegelreflexkamera einigermassen aussagekraeftig. Es gibt hier noch weitere Relikte der Zeche; neben der Schachtabdeckung ist ein Mauerrest – eines weiteren Schachtes? Und neben der Bruchsteinmauer, die Rueckwand der eh. Bleiwaesche ist, sehe ich noch eine weitere vermutlich von Menschenhand geformte Wand. Das Stollenmundloch von Grube Eduard III. finde ich diesmal von oben. Nachwievor fasziniert mich, wie gut dieses voellig vergessene Bergbaurelikt erhalten ist.

 

Der Zechenweg ist doch bei weitem nicht die einzige Bergbauspur hier.
Unterhalb der Abraumhalde waren die Bergwerke.
Die Felsen sehen an einigen Stellen faszinierend aus.
Diese Wand sieht wie von Menschenhand geformt aus..
Ein paar Meter weiter ist die lt. Herrn Luetsch rueckwaertige Wand der eh. Bleiwaesche.
So verwundert nicht, dass in den Loechern nichts zu sehen ist.
Das koennte lt. Herrn Luetsch Schacht 4 auf die 20m-Stollensohle sein.
Das ist jedenfalls die Schachtabdeckung von Schacht 3.
Blick auf die 20-Meter-Sohle
Schwer, mit dem breiten Objektiv durch die schmalen Schlitze zu fotografieren.
Es sind noch Metallkonstruktionen vermutl. vom Brunnen da.
Der Schacht wurde noch lange als Industriebrunnen genutzt.
Man sieht hier, dass die Halde abgebaut wird + Wege mit den Steinen angelegt werden.
Durch einen Tunnel fliesst der Hesperbach durch den Berg.
Auf der anderen Seite von Zechenweg + Hesper war EDUARD III.
Ein voellig vergessenes Bergbaurelikt mitten im Wald
1830? - EDUARD ist noch super lesbar.
Die Loecher sind ja bewohnt.
Aber sie offenbaren keinen Blick in den Stollen.
Glueckauf - 1830 - EDUARD III
Mit dicken Steinen wurde der Stollen zugemauert.
Kein Bergbaubezug, aber auch faszinierend; die Entwaesserungsanlagen im Hespertal

19.) Noch einmal das Stollenmundloch im Birkental

Das sieht aus wie eine Naturhoehle.

 

6.2.2019 Velbert, Velbert-Richrath

Erst wo ich vom PanoramaRadweg aus den Velberter Wasserturm sehe, weiss ich, dass ich richtig bin. Der Weg ins Birkental ist doch viel laenger als ich es in Erinnerung habe. Etwa 5 km Fussweg sind das vom ZOB Velbert. Ich war mir zu sicher, hierhin, ohne auf Karten zu gucken, sofort wieder zu finden. Jetzt muss ich nur ein bisschen mit dem matschigen Boden im Birkental kaempfen. Zwar habe ich bereits 2mal in das Stollenmundloch am Bleiberg geguckt, aber mit der kraeftigen Lampe sehe ich doch noch etwas mehr. Auch auf den Fotos ist mehr zu erkennen. Der Stollen sieht aehnlich dem Bilsteiner Stollen in Kettwig wie eine Naturhoehle aus. Aber auch hier liegen im Grubenwasser dicke Felsbrocken, die vermutlich von der Stollendecke gefallen sind. Es ist schon ganz richtig, so ein Mundloch zu sichern, auch wenn es mich natuerlich reizen wuerde, in den Stollen hineinzugehen.

 

Ein unscheinbares Stollenmundloch
Dabei ist der Blick hinein grandios.
Wie der Bilsteiner Stollen ist der Birkentalstollen voll Wasser.
Das Weisse rechts oben koennte Quarz sein.
Denn das Licht wird hier gebrochen.
Etwas tropft von der Decke.
Vermutlich gehen zu beiden Seiten Gaenge ab.
Wieder tropft etwas.
Wenn man es nicht wuesste, wuerde man es nicht sofort als Stollenmundloch erkennen.
Auf dem Bleiberg liegt noch Schnee; davor der Bach Bleibergbeeke
Der Bus zum Velbert ZOB kommt.
Bergbauspur; hier im Bezirk Birth war Grube EISENBERG