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RATINGEN REVISITED 2








6. Ein ehemaliges Kalkwerk unterhalb von Gut Anger

Dieses Loch ist doch kein Bergschaden.

 

28.3.2020 Ratingen-Hoesel, Heiligenhaus-Unterilp

Aus Rueckmeldungen auf meine frueheren Recherchen weiss ich ja, dass diese Ruinen unterhalb von Gut Anger nahe der Stadtgrenze zu Heiligenhaus nicht von einem Erzbergwerk stammen, sondern von einem der in der Region zahlreichen Kalkwerke. Leider wurden die verfallenden Gebaeudereste im Krieg zu Bunkeranlagen umgebaut. Jedenfalls sind Teile der Ruinen aus uralten Bruchsteinmauern und es gibt juengere Ziegelmauerreste und dazu gibt es hier noch die haesslichen Betonbauten zu militaerischen Zwecken. Die beiden mit viel Beton verschandelten Oeffnungen im Fels, die etwas an Stollenmundloecher erinnern, koennten doch Brennkammern zum Brennen des Kalksteins gewesen sein? Talabwaerts ist vor Haus Anger und der Angermuehle ein kleiner See, der moeglicherweise ein Steinbruchsee ist.

 

Ein kurzes Stueck muss ich durch Heiligenhaus-Unterilp fahren.
Zu Gut Anger fahre ich wieder nach Ratingen hinein.
An Gut Anger vorbei muss ich links in den Wald.
eine der interessanten Oeffnungen im Fels
Das ist die andere Oeffnung.
Bergmann Siggi stellte schnell fest, dass das zu einem Bunker gehoert.
Das ist der Bunkereingang.
In den Raum faellt Licht ein von dem merkwuerdigen Loch.
Aber militaerische Anlagen interessieren mich nicht so.
Diese Bruchsteinwand ist viel interessanter - und aelter.
Ich gehe talabwaerts.
Dieser Teich ist evt. von dem Kalksteinbruch.
An der Anger komme ich aus.
Reste der Muehlenanlage der Angermuehle.
die Rueckseite der Angermuehle
Gegenueber ist Haus Anger, ein stilvolles Bruchsteinhaus.
Wieder bergauf zu Gut Anger komme ich an dieser Bruchsteinmauer vorbei.
Also Kalkoefen waere ja eine Erklaerung fuer die Loecher.
Der Felsen sieht aus wie das Dolomitgestein am blauen See.
die beiden Karten: Geobasisdaten des Landes NRW © 2020
Die violette Linie ist die Stadtgrenze Ratingen / Heiligenhaus.

5. Die Papiermuehle am Angerhof

historisches Bild der Papiermuehle am Angerhof.

 

24.3.2020 Ratingen

Warum ist so ein industriegeschichtlich interessanter Ort wie die ehemalige Papiermuehle und Getreidemuehle am Angerhof nur so unzugaenglich? Natuerlich ist es gut, dass die alten Gebaeude neugenutzt werden, aber warum denn ausgerechnet von einer Autofirma und nicht von einem Kulturzentrum oder so etwas? Sogar ein Museum wuerde hierhin doch gut passen. Ich kann mich hier nicht einmal richtig umgucken. Ausserdem ist da der Eindruck, als ob hier fast alles leersteht, nur vor den Haeusern stehen die Autos. Dass ich mich am naechsten Tag noch ein 2tes Mal von der Strasse Angerhof diesem Ort naehere, ist ja gut, weil ich hier die informative Infotafel entdecke. Aber auch von hier gibt es keinen Blick auf die Rueckseite der alten Gebaeude. Und ich weiss so noch nicht einmal, ob es noch ein Muehlrad gibt.

 

Bis 1957 war hier ein fuer den Bergbau produzierender Betrieb.
Jetzt werden hier Autos verkauft.
Sich hier umgucken ist leider nicht moeglich.
Wird dieses Gebaeude ueberhaupt genutzt?
Es sieht so aus, als ob das alles leersteht.
Auch zur Rueckseite der Gebaeude ist kein Durchkommen.
Und auch an der Anger fuehrt kein Weg entlang.
Gerne wuerde ich mir die stilvollen Gebaeude angucken.
Aber es gibt keine Moeglichkeit.
Jetzt ist auch das Werkstor zu.
An der Wohnstr. Angerhof finde ich die Infotafel.
Wenigstens gibt es einige Informationen.
und ein historisches Foto
Wg. der Privatgrundstuecke bekommt man auch hier keine bessere Sicht.
Nur der Strassenname erinnert an den Angerhof. - Sprungturm vom Angerbad

4. Kalkabbau + Kalkoefen am blauen See

Sonnenlicht faellt durch die andere Brennkammer in den Kalkofen.

 

21.3.2020 Ratingen, Ratingen-Cromford

Wie in der Nachbarstadt Wuelfrath noch immer gab es auch in Ratingen zahlreiche aktive Kalksteinbrueche und Kalkoefen, um den gebrochenen Kalkstein zu gebranntem Kalk zu verarbeiten. Die meisten Spuren vom Kalkabbau und vom Kalkbrennen gibt es am blauen See, der der groesste der Ratinger Kalksteinbrueche war und den anderen beiden Teichen um die jetzige Naturbuehne und in der nahen Teichstr., wo ein sehr alter Kalkofen aus dem 19. Jahrhundert noch praechtig erhalten ist. Oberhalb vom blauen See gibt es ausser ein paar stilvollen Werksgebaeuden des ehemaligen Kalksteinbruchs fast ebenso gut erhalten noch eine andere Art von Kalkbrennofen mit 3 Brennkammern.

 

Am Herrenhaus Obercromford...
..und der Anger vorbei..
.. gehe ich zum Kalkofen an der Teichstr.
Eine praechtige Infotafel informiert.
Der Ofen aus dem 19ten Jahrhundert ist gut erhalten.
Blick in eine von 2 Brennkammern
Das ist die 2te Brennkammer.
Blick in Brennkammer Nr. 2.
direkt am Wegrand, trotzdem unscheinbar
Die Infos zum Lesen
Unweit ist eine weitere Infotafel.
Cromford ist ein anderes Thema; ein anderes Mal.
Oberhalb vom blauen See sind mehrere Relikte vom eh. Kalksteinbetrieb..
Auch hier wird informiert.
Eine von 3 Brennkammern
Eine weitere Brennkammer
In den Ofen kann man sogar hineingehen.
Blick aus dem Ofen
die 3te Brennkammer
Infos zur Geologie vom blauen See
Bootsverleih im blauen See
Auch das alte Gebauede ist vom Steinbruchbetrieb.