Fotos
 
 
 
 
  Fotos
  Berichte
 
 
 
 
 
Zechen in Kettwig 6



14. Die verschwundene Zeche Rudolph an der Laupendahler Landstrasse

Durch eine Betonroehre fliesst das Grubenwasser unter der Laupendahler Landstr. zur Ruhr.

 

21.11.2020 Duisburg, Essen-Werden, Essen-Heidhausen, Essen-Kettwig

Eine ziemlich dicke Akte im Landesarchiv NRW behandelt fast nur das Problem des nach der Schliessung und dem Abriss der Zeche Rudolph (1966) austretenden Grubenwassers, was die Laupendahler Landstrasse beschaedigen koennte. Das interessiert mich sehr, weil ich mir das aus dem Felsen fliessende rote Wasser der Zeche, was in einen kleinen Schacht geleitet wird, der zu einer Betonroehre unterhalb der Laupendahler Landstrasse fuehrt, schon angeguckt hatte. Experten von Bergaemtern streiten darum, ob dieses Wasser als Bergschaden zu behandeln ist und wer durch welche Massnahme und mit welchem Geld den Schaden zu regulieren hat. Genau an der Wasseraustrittsstelle war Zeche Rudolph, wovon nicht nur der tonnlaegige Schacht zur 3. Sohle verfuellt wurde, sondern leider auch radikal alle Uebertagebauten beseitigt wurden. Ein paar Spuren finde ich aber doch noch.

 

Als wir das Archiv verlassen, ist ein eigenartiger Wolkenhimmel ueber dem Innenhafen.
Das Landesarchiv ist zentral gegenueber von Rathaus + Salvatorkirche gelegen.
Die Ruhr in Essen-Werden
Hier beginnt die Laupendahler Landstrasse.
Nur das letzte Stueck (ca. 0,4km) der Laupendahler Landstrasse (ca.4 km) ist Kettwig.
Dass auch in Werden Bergbau betrieben wurde, ist nachvollziehbar.
Z.B. koennte das neben dem Ortsschild ein Stolleneingang sein?.
An der eh. Papiermuehle waren auch Stollenzechen.
Am Schevener Hof (in Heidhausen) endet der Fussweg neben der Strasse.
Teilweise lebe ich nun gefaehrlich. Besser nicht nachmachen.
Hier ist bereits ein Teil des weitlaeufigen Wegs Oefte + damit Kettwig.
Auf einem Schild am naechsten Weg steht ja auch Oefte.
Neben der Bruecke war ein Schacht der Zeche Rudolph.
Die 2te, etwa 50 m von dem anderen Ort liegende Stelle mit rotem Wasser
Hier sprudelt rotes Wasser aus dem Boden.
Genau hier war Zeche Rudolph.
Schon von weitem hoere ich den Wasserfall.
Hier fliesst das Wasser aus dem Berg.
Reste von Ziegeln + Beton des eh. Buerohauses der Zeche?.
Auch hier Beton + Ziegel
hier auch
ein blind in die Roehre geblitztes Foto
Jetzt nur das Objektiv was hoeher halten, dann gehts schon.
Wichtig ist, worauf die Kamera scharf stellt.
Nein, das ist nicht mehr vorstellbar, dass hier die Zeche Rudolph war.
Dann ist das wohl der eh. Weg fuer die Bergleute zum Schacht.
Blick von oben auf die Wasseraustrittsstelle und die Ruhr
Nebenan ist direkt der Golfplatz Oefte.
Vielleicht ist die Stelle mit Zement auf dem Weg der verfuellte Schacht?.
rotweisses Flatterband - von 2 Bergschaeden auf dem Felsen war in der Akte zu lesen.
Und das ist vielleicht das Eingangstor zur Zeche?.
Ein Stueck weiter ist Schloss Oefte.
Diesmal gehe ich ueber die Ruhraue zum Bahnhof Kettwig-Stausee.
Die Lore auf der anderen Ruhrseite kommt mir nicht mehr so abstrakt vor.

13. Ein Versuch besserer Bilder der Bergbaurelikte

Dieses Bild vom evt. Stollenmundloch bei Hof Nipshagen ist ja schon ok, finde ich.

 

14.11.2020 Ratingen, Essen-Kettwig-Oefte

Heute orientiere ich mich ab Bahnhof Kettwig-Stausee an Wanderwegen wie dem Kettwiger Panoramasteig und dem Ruhrhoehenweg, die zum Teil genau da entlang fuehren, wo ich hinwill. Da ich durch das Aktenstudium am Mittwoch im Landesarchiv bestaetigt bekommen habe, dass 1. das vermeintliche Stollenmundloch bei Hof Nipshagen wohl tatsaechlich ein Stollenmundloch der Zeche Rudolph ist und 2. dass die Halde und Pinge mit Mauerrest nahe der Maschinenhausruine ein „Bergerolloch“ ist, will ich diese raren Bergbaurelikte heute besser fotografieren wie zuletzt. Dabei werde ich wieder verzaubert von der herrlichen Landschaft und mache noch zusaetzlich zur Bergbauwanderung auch eine Bergwanderung hinter Hof Nipshagen / eh. Zeche Nipshagen auf eine bewaldete Anhoehe, wo Aufschluesse von 2 Floezen, die hier entlanglaufen, zu finden sein sollen, die ich aber nicht entdecke.

 

Immer noch haengt das Theaterplakat von Romeo + Julia.
Ich folge dem Kettwiger Panoramasteig.
Hier bin ich schon an der Wegkreuzung im Oefter Wald.
Wieder bin ich bei Hof Nipshagen.
Wegen diesem Erdloch bin ich hier.
Der obere Teil ist aus Beton + sicher ziemlich neu.
Aber das scheint doch wirklich ein alter Stollen zu sein.
Die Kamera stellt auf einen bestimmten Punkt scharf.
Das ist schon mehr in meinem Sinn.
Vielleicht ist weiter unten ein Zugang zum Stollen?
Selbst Wurzeln zerstoeren die Mauer nicht.
Gut, dass Landwirte ihre Felder bestellen.
Der Durchgang am Hof ist gestattet - X ist fuer den Ruhrhoehenweg.
In dem Wald verlaufen 2 Kohlefloeze.
Oben auf dem Berg sollen auch 3 Aufschluesse zu finden sein.
Mal wieder entdecke ich einen Fliegenpilz.
In der Richtung liegt Heiligenhaus.
Nein, leider ist das wohl kein Aufschluss von Kohle.
Die Landschaft ist wunderbar.
Hier ist die Lichtung mit einem Hochsitz.
Und hier geht es wieder bergab.
Die Schlucht, wo vermutlich Kleinzeche Christine war.
Hier das Stollenmundloch der Zeche Jacke zu finden ist wohl aussichtslos.
Wieder eine Markierung vom Ruhrhoehenweg
Ein reissender Fluss ist der Oefter Bach nicht, aber hier plaetschert er.
Links auf dem Bild ist Schloss Oefte zu sehen.
Hier sind vermeintliche Minihalde + Pinge.
Mit vielen Stoecken ist etwas abgedeckt.
Und das ist der Mauerrest des Bergerolllochs - vermute ich.
Deutlich sind die Ziegel zu erkennen.
Noch viel aelter als die Zeche ist die Oefterbachbruecke.
Ende meines heutigen Ausflugs an der Eisenbahnbruecke ueber die Ruhr